Juliane Schack
Biographie einer deutsch-französischen Malerin
Warum kann ich nicht aufhören zu malen?
Es ist mein Weg, Erlebnisse und Eindrücke mitzuteilen, die die sichtbare Welt mir immer wieder bietet. Der entdeckende Blick des Malers lässt mir keine Ruhe. Selbst im Alltag überraschen mich häufig die Formen und Farben gewöhnlicher Dinge, die seltsam, poetisch oder bedrohlich werden. So hat mich das trocknende Geschirr neben dem Spülstein, das Rund der Teller und die Geraden der Messer zu einer Skizze inspiriert, aus der eine farbige Kompositon wurde.
Ich habe also ein besonders intensives Verhältnis zur sichtbaren Welt, ebenso wie zu den Emotionen, die diese Welt hervorruft. Das ist der Rohstoff für mein Werk. Dazu kommt die Beherrschung des Handwerks, um dem Erleben Form zu geben. Nicht zu unterschätzen ist auch der Zustand absoluter Konzentration während der Arbeit. Wenn ich male, bin ich ganz und gar gegenwärtig. Sorgen und Probleme sind weit weg. Es ist ein Zustand vollkommener Wachheit.
Mir gelingen nicht alle Bilder. Ich würde gern nur meine besten Bilder malen, aber das ist nicht möglich. Der Künstler ist ein Forscher, ein Suchender, der riskiert, nicht zu finden, was er sucht. Aber wenn etwas gelingt, ist die Freude gross: Eine kleine, weisse Fläche ist eine ganze Welt geworden. Ich kann nicht aufhören zu malen, ich bin lebenslänglich Malerin.
Ein besonders intensives Verhältnis zur sichtbaren Welt
Das lock down hat auch Spuren hinterlassen. Ein Bild drückt positiv erlebte Einsamkeit aus: Ruhe und Harmonie.
Videoreportage
Mein Weg als Malerin

Malerin werden: Das Studium

Motivation und Inspiration

Reisen inspirieren mich immer

Meine erste Ausstellung und Aufenthalte in Paris 1962 bis 1974

Macht man Fortschritte?

Mein geometrischer Stil: 1970 bis 1974

Meine „kosmische Periode“ und eine neue Technik: 1976 – 1979

Stimulierende Techniken

Die Befreiung der Geste : eine neue Spontaneität

Ein grosses Atelier und grosse Formate

Ein spiritueller Anklang?
